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Metalle im Detail
Es gibt viele Möglichkeiten Metalle zu benennen oder auch sie einzuteilen.
Grundlegend ist festzuhalten, dass jedes Element im Periodensystem der Elemente eingeteilt ist. Die Ordnungszahlen besagen, an welcher Stelle das Element plaziert ist. Derzeit sind 118 Elemente bekannt und in diesem Periodensystem klassifiziert.
So wird laut Periodensystem in folgende Gruppen unterteilt: Alkalimetalle, Erdalkalimetalle, Halbmetalle, Metalloide, Übergangsmetalle, innere Übergangsmetalle, Lanthanoide, Seltenerdmetalle und Nichtmetalle.
Eine weitere mögliche und praktizierte Benennung der Metalle ist die nach deren chemischen und physikalischen Eigenschaften. So ergibt sich hierfür Edelmetalle, Leichtmetalle, Schwermetalle und Nichteisenmetalle (oder NE-Metalle).
Edelmetalle sind korrosionsbeständig, salzsäurebeständig, jedoch sind deren chemische Verbinungen thermisch instabil. Das heißt, sie rosten und oxidieren nicht, jedoch zerlegen sich ihre Verbinungen durch Erhitzen.
Edelmetalle sind Gold und Silber, weiters die Metalle die als leichte Platinmetalle bezeichnet werden wie Palladium, Rhodium und Ruthenium, sowie die zur Familie der schweren Platinmetalle gehörenden Metalle Platin, Osmium und Iridium. Kupfer ob seiner chemischen Eigenschaften auch zu den Edelmetallen gehörend, wird jedoch seiner Bedeutung als Industriemetall wegen nicht unter Edelmetalle gereiht.
Wann ist nun ein Metall schwer und wann nicht? Diese Frage lässt sich mit dem spezifischen Gewicht beantworten: Alle Metalle mit einem Gewicht von über 4,50g/cm³ gelten als Schwermetall.
Ein weiterer Begriff, den man des öfteren hören wird, ist Buntmetall. Es gibt hierfür jedoch keine allgemein gültige Erklärung und so werden sie auf die Frage "Was sind Buntmetalle" immer unterschiedliche Antworten erhalten. Deshalb ist es auch nicht nötig näher darauf einzugehen.
Refrektärmetalle sind all jene Metalle, deren Schmelzpunkt über dem des Platins (1768,3° Celsius oder 2041,4 Kelvin) liegt.
Metalle mit einer Dichteanomalie sind Antimon, Gallium, Germanium, Plutonium, Silicium und Wismut. Das heißt, dass diese Metalle sich beim Übergang von einem flüssigen in einen festen Zustand ausdehnen. Das bekannteste Bespiel für eine Dichteanomalie ist Wasser. Wenn Wasser in seinen festen Zustand sprich Eis übergeht, dehnt es sich aus, so verhält es sich auch bei zuvor genannten Metallen!
Um nun die Verwirrung zu vervollständigen, es gibt eine weitere Möglichkeit der Benennung/Gruppierung von Metallen und zwar als Anlagemetalle, Industriemetalle und strategische Metalle.
Auf dieser Seite wollen wir uns nun auf oben erwähnte Benennung und Einteilung der Metalle einigen und weiterführend verwenden.
Anlagemetalle: Als solche gelten Gold, Silber, Platin und Palladium.
Unter Anlagemetalle versteht man eben jene Metalle, die unter anderem als Wertanlage genutzt werden. Da in der heutigen Zeit keine Währung mehr weder durch Gold noch durch Silber gedeckt ist, Regierungen darangehen immer neues Geld aus dem Nichts zu schaffen, kommt diesen vier Edelmetallen/Anlagemetallen eine bedeutende Rolle als Wertekonservierer oder Werterhalter zu. Diese Edel-/Anlagemetalle zeichnen sich durch deren inneren Wert, Beständigkeit und Dauerhaftigkeit aus, was man ja von Papierwährungen nicht behaupten kann. Diese Anlagemetalle sind nicht beliebig vermehrbar, sprich eher selten zu finden und von beschränktem Vorkommen auf der Erde.
Anlagemetalle, die als Wertanlage genutzt werden, unterliegen eigenen Normen und sind entweder gegossene oder gestanzte Barren oder Münzen. Hierzu sei explizit darauf hingewiesen, dass die auf den diversesten Handels- und Auktionsplattformen angebotenen Nuggets als Wertanlage völlig ungeeignet sind, da weder Reinheit noch Echtheit ad hoc überprüfbar sind. Zertifikate etc. sind mit heutigen Computerprogrammen auch von einem Anfänger schnell und problemlos hergestellt. Desweiteren werden diese Nuggets auch als COPY´s angeboten, das heißt Metallklümpchen mit einem Überzug aus Gold. Oberflächenprüfungen, Abriebtests werden zwar ergeben, dass es sich um Gold handelt, jedoch ist eine exakte Bestimmung nur labortechnisch möglich. Deshalb der Rat, Finger weg von Goldnuggets!
Diese Edel-/Anlagemetalle werden börslich notiert und gehandelt, ausschlaggebend für den Metallwert sind die täglichen 2 Mal stattfindenden Fixings in London. In der heutigen schnelllebigen Zeit jedoch wo sich Kurse im Sekundentakt ändern, nimmt man dann die Spotpreise zur momentanen Bewertung bzw. als Basis für eine Preisbildung. So z.B. die von uns Angebotenen AOCS Gold und Silber Münzbarren, bei Einkauf gilt der gerade ausgewiesene New Yorker Spotpreis. Diese Spotpreise sind immer als Richtwerte anzusehen, da zu diesen Spotpreisen noch diverse Aufschläge (Mintfees, Bankenaufschläge, Händleraufschläge etc.) hinzukommen.
Als Wertanlage haben sich zum Einen die Münzbarren (bullioncoins, bullion engl. = Barren) mit oder ohne geprägtem Nominalwert durchgesetzt. Jedoch sollte man die herkömmlichen Barren nicht außer Acht lassen. Zu diesen Barren im eigentlichen Sinn ist Folgendes anzumerken: Je größer der Barren desto billger wird dieser im Preis pro Unze gerechnet. Das heißt je kleiner der Barren dest höher die Auf- und Abschläge bei Kauf und Verkauf.
Edelmetalle für industrielle oder technische Anwendungen, sowie zur Schmuckherstellung haben eigene Handelsformen und je nach Verwendungszweck eigene Zusammensetzungen.
Industriemetalle: Diese werden auch als Basismetalle oder Buntmetalle bezeichnet. Wie der Name Industriemetalle besagt, handelt es sich bei diesen Metallen um die am häufigsten von der Industrie benötigten Metalle und deshalb auch die mit dem weltweit größten Handelsvolumen. Namentlich sind Aluminium, Blei, Kupfer, Nickel, Zink und Zinn Industriemetalle (diese gehören alle ausnahmslos auch zur weiter oben erwähnten Gruppe der Nichteisenmetalle -NE-Metalle).
Auffällig ist, dass Eisen nicht zu der Familie der Industriemetalle gehört. Muss aber nicht näher erläutert werden, da für Eisenerz, das Ausgangsmaterial für Eisen, ein eigener Marktplatz besteht und somit eine Sonderstellung einnimmt.
Diese Industriemetalle werden auf der LME, der London Metal Exchange gehandelt und der London Metal Exchange Index (LMEX) ist der wichtigste Index für diese Metalle. Weitere bedeutende Börsenplätze sind New York (COMEX) und Singapur (SIMEX).
Bei diesen Basismetallen oder Industriemetallen geht man davon aus, dass die Versorgung mit diesen bis auf Jahrzehnte hinaus gesichert ist. Jedoch kommt der Wiedeverwertung/Recycling eine bedeutende Rolle zu!
Einen stetiger Preisanstieg durch die weltweit steigende Nachfrage an diesen Industriemetallen ist zu verzeichnen.
Auch ist mit einem weiteren Anstieg zu rechnen, da jetzt das Spekulantentum diese Industriemetalle für ihre Zwecke entdeckt. So sind Großbanken darangegangen und haben riesige Lagerhäuser/Komplexe aufgekauft, um von der LME diese Metalle abzuziehen und für eine künstliche Verknappung zu sorgen. Man darf gespannt sein, wie sich die Zukunft auf diesem Markt entwickeln wird.
strategische Metalle: Der Name strategische Metalle hat im eigentlichen Sinn nichts mit Krieg/Rüstung oder Ähnlichem zu tun. Der Begriff kommt vielmehr aus der Finanzwelt und aus der Politik, denen man jedoch wiederum kriegerische Absichten unterstellen kann. Strategische Metalle oder auch Sondermetalle spielen eine wichtige Rolle in sogenannten Schlüsselindustrien des 21 Jahrhunderts. Diese Metalle sind in deren Anwendungsgebieten wie Solarindustrie, Luft- und Raumfahrt, Nukleartechnologie, Prozessorenentwicklung, Speichermedien, Energiegewinnung und vielen anderen unerlässlich und von imenser Bedeutung. Darüber hinaus kommt bei den meisten Metallen dieser Bezeichnung hinzu, dass sie entweder sehr selten, teuer in der Herstellung oder nicht mit einem anderen Metall austauschbar sind!
Gerade diese Metalle bieten, sofern erhältlich, eine geeignete wenn auch spekulative Form der Anlage abseits von Gold und Silber, in vielen Fällen mit enormen Möglichkeiten nach oben hin.
Namentlich als die bedeutensten strategischen Metalle seien genannt: Antimon, Chrom, Gallium, Germanium, Hafnium, Indium, Niob, Selen, Silizium, Tantal, Telur, Titan, Wismut und Wolfram. Darüber hinaus diverse Legierungsmetalle, die ein oder mehrere Bestandteile dieser strategischen Metalle aufweisen, so z.B. Wood Metall, Roses Metall, Fields Metall und andere.
Der Vollständigkeithalber seien auch hier noch die sogenannten Legierungsmetalle erwähnt. Legierungsmetalle sind Mischmetalle, die sich aus verschiedensten Metallen zusammensetzen können, und so in dieser Form nicht in der Natur als Mineral oder Erz vorkommen, z.B. Bronze, Goldbronze, Messing und Neusilber. Ich möchte diese Metallgruppe hier erwähnen, da ein deutscher Anbieter auf ebay hochreine 999 Feinbronze als Kilobarren mit Zertifikat um 94 €uro für Anlagezwecke anbietet/anbot. Dies ist völliger Humbug, da Bronze wie Messing ein Mischmetall ist und diese Bezeichnung 999 für die Reinheit nicht zulässig ist. Des weiteren sind diese Metalle völlig ungeeignet für Anlagezwecke.
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