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Seltenerdmetalle

Metalle im Detail

Metalle der Gruppe der Seltenen Erden:

Der Name seltene Erden oder Seltenerdmetalle ist irreführend, hat jedoch mit der Geschichte der Entdeckung dieser Metalle zu tun. Der Entdeckungszeitraum dieser Metalle erstreckt sich von 1784 (Gadolinit) bis 1947 (Promethium) hin. Anfänglich ging man von der Annahme aus, dass diese "Erden" (früherer Ausdruck für Oxide) und Mineralien selten sind. Die hat sich jedoch als falsch herausgestellt.
Diese Metalle sind eher unbekannt, jedoch kommt einigen von ihnen eine durchaus wichtige, technische und anwendungsbedingte Bedeutung zu. Diese Metalle finden vorwiegend ihren Einsatz in hochwertigen Legierungen sowie Oxiden.

Die Elemente der Reihenfolge nach wie sie im Periodensystem der Elemente genannt sind, mit einer Liste von Anwendungen, die jedoch nicht den Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.

Scandium: Symbol Sc, Ordnungszahl21, Dichte 2,985g/cm³

Gehört zu den Leichtmetallen/Übergangsmetallen. Wird zur Herstellung von Laserkristallen, Hochleistungs-Quecksilberdampflampen und als Legierungsmetall verwendet.

Yttrium: Symbol Y, Ordnungszahl 39 Dichte: 4,472g/cm³

Gehört ebenfalls zu den Leichtmetallen/Übergangsmetallen. Einsatzgebiete von Yttrium sind Reaktortechnik, als Legierungsmetall in Lambda-Sonden, Zündkerzen, als Supraleiter, Laserkristalle, Glühstrumpf und Permanentmagnete.

Lanthan: Symbol La, Ordnungszahl 57 Dichte: 6,146g/cm³

Gehört zur Gruppe der Lanthanoide, deren Namensgeber es gleichzeitig ist. Lanthan ist Werkstoff für Zündsteine, Reduktionsmittel in der Metallurgie und Legierungszusatz bei der Herstellung optischer Gläser, Kristallglas und Porzellanglasuren. Weitere Einsatzgebiete von Lanthan sind als Bestandteil von Glaspoliermitteln, in der Pharmazie bei Dialysemedikamenten und zur Wachstumsteigerung von Pflanzen.

Cer: SymbolCe, Ordnungszahl 58 Dichte: 6,889g/cm³


Benannt nach dem Planeten Ceres, in metallischer Reinform nur sehr selten eingesetzt, findet es als Mischmetall-Legierung unter anderem in der Metallurgie, als Zusatz für Aluminiumlegierungen und hochtemperaturbeständige Eisenbasislegierungen, für Zündsteine in Feuerzeugen Verwendung. Angewendet wird es auch in der Filmindustrie als eine Art Pyreotechnikum in Filmszenen, in KFZ Katalysatoren, als Bestandteil von Spezialgläsern (UV-Filter und Windschutzscheiben), als Poliermittel in der Glasbearbeitung, in Rußpartikelfiltern, in Bildröhren und Leuchtdioden, und in der Medizin als Bestandteil von Kontrastmitteln.

Praseodym: Symbol Pr, Ordnungszahl 59, Dichte: 6,64g/cm³


Ist ein weiches, silberweißes Metall, das eine grüne Oxidschicht bildet. Verwendung findet Praseodym hauptsächlich in Verbindung mit Magnesium als hochfestes Metall für Flugzeugmotore, mit Cobalt und Eisen als starke Dauermagnete, zum Färben von Glas und Emaille und als Schutzgläser für das Schweißen, da diese Verbindungen die UV-Absorbtion verbessern.

Neodym: Symbol Nd, Ordnungszahl 60, Dichte: 6,8g/cm³

Neodym-Eisen-Borverbindungen werden zur Herstellung stärkster Magnete genutzt. Diese finden wiederum Einsatz in Kernspintomographen, Mikromotoren, Festplatten, Dauermagnetrotoren, permanenterregte Gleichstrommaschinen in Windkraftanlagen, Antrieb von Elektro und Hybridfahrzeugen, Linearmotore in CNC Anlagen, in hochwertigen Lautsprechern und Mikrophonen und als Bestandteil des Neodym Lasers.

Promethium: Symbol Pm, Ordnungszahl 61, Dichte: 7,22g/cm³


Abgeleitet von Prometheus, einer Figur aus der griechischen Mythologie, kommt es ob seiner Seltenheit nur in sehr geringen Mengen zur Anwendung, so als (radioaktives) Element bei Leuchtziffern in Uhren und in der Raumfahrt.

Samarium: Symbol SM, Ordnungszahl 62, Dichte: 7,353g/cm³


Wird unter anderem als Neutronen-Absorber in nuklearen Anlagen verwendet.

Europium: Symbol Eu, Ordnungszahl 63, Dichte: 5,244g/cm³


Ist neben Americium das einzige Metall, das nach einem Erdteil benannt wurde. Europium ist das leichteste Schwermetall. Europium und Verbindungen mit Europium sind als giftig einzustufen, werden jedoch in Lichtquellen wie Energiesparlampen eingesetzt.

Gadolinium: Symbol Gd, Ordnungszahl 64, Dichte 7,901g/cm³

Findet unter anderem in Kernreaktorbrennstäben, aber auch in der Medizin eine breite Anwendung. Der grüne Leuchtstoff auf den Radargeräten ist ein Produkt der Oxysulfide des Gadoliniums.

Terbium: Symbol Tb, Ordnungszahl 65, Dichte: 8,219g/cm³


Findet Anwendung in Legierungen und als Zusatz zum grünen Leuchtstoff in Bildröhren und Fluoriszenzlampen, als Lasermaterial und zur Beschichtung von MO magneto-optischen Disks.

Dysprosium: Symbol Dy, Ordnungszahl 66, Dichte: 8,551g/cm³


Hat eine geringe wirtschaftliche Bedeutung mit einer Jahresfördermenge von weniger als 100 Tonnen, findet jedoch als Legierungsbestandteil in Spezialmagneten und als Abschirmmaterial in Kernreaktoren Verwendung.

Holmium: Symbol Ho, Ordnungszahl 67, Dichte: 8,795g/cm³


Aufgrund seiner hervorragenden magnetischen Eigenschaften wird Holmium zur Erzeugung stärkster Magnete eingesetzt. Weitere Verwendung findet Holmium in Steuerstäben in Brutreaktoren und in der Medizintechnik.

Erbium: Symbol Er, Ordnungszahl 68, Dichte: 9,066g/cm³


Spielt mit anderen Seltenerdmetallen eine wichtige Rolle in der Medizin, in der Lasertechnik sowie als optischer Verstärker in Glasfaserkabeln.

Thulium: Symbol Tm, Ordnungszahl 69, Dichte: 9,321g/cm³


Ist ein sehr weiches, gut dehn- und schmiedbares silbergraues Metall, jedoch sehr selten und mit einem geringen Spektrum an kommerziellen Anwendungsformen.

Ytterbium: Symbol Yb, Ordnungszahl 70, Dichte: 6,57g/cm³


Dient zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaften von rostfreien Stählen, darüber hinaus wird Yterbium als Legierungsbestandteil von hochwertigen Dauermagneten eingesetzt.

Lutetium: Symbol Lu, Ordnungszahl 71, Dichte: 9,841g/cm³


Findet in der Nuklearmedizin Verwendung.

Einige dieser Metalle haben interessante Einsatzgebiete, die auch in Zukunft sicher noch an Bedeutung gewinnen werden.

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