Hauptmenü
Metalle im Detail > Industriemetalle
Zinn: Symbol Sn, Ordnungszahl 50, Dichte 7,31g/cm³
Zinn aus dem althochdeutschen "zein" für Stab, Stäbchen, Zweig, im lateinischen Stannum. Ein silbrigweiß, mattglänzendes, weiches Schwermetall, mit einem sehr niedrigen (231,93°C) Schmelzpunkt. Funde in der Türkei belegen, dass die Verarbeitung und Verwendung von Zinn schon vor mehr als 3000 Jahre vor Christus bekannt war.
Hauptförderländer sind Indonesien und China. Ein Großteil des heute benötigten Zinns wird durch Recycling gewonnen.
Zinn in der Industrie:
In der Vergangenheit wurde Zinn für Dosen, Tuben, Geschirr und Zinnfiguren verwendet.
Ausgewalzt zu dünner Folie ist es Staniolpapier und als Lametta zu finden.
Unerlässlich als Legierungsbestandteil! Kupfer und Zinn gemischt ergibt Bronze, mit anderen niedrigschmelzenden Metallen wird es zu Lötzinn verarbeitet.
Auch für elektronische Bauteile, bei der Herstellung von PVC, als Bestandteil von Lacken, Chemikalien und Pigmenten, in der Pharmazie sowie zur Herstellung homöopathischer Arzneimittel, überall dort kommt Zinn zum Einsatz.
Sonstiges:
Die Schätzungen zu den aktuellen Zinnreserven belaufen sich auf 5,6 Millionen Tonnen, wobei die Hauptvorkommen im asiatischen Raum liegen.
Der Jahresweltverbrauch liegt bei jährlich ca.300.000 Tonnen.
In den letzten Jahren hat Zinn eine rasante Preisentwicklung gezeigt, von unter 5.000 US$ auf jetzt über 13.500 US$, Tendenz weiter steigend.
Die größten Zinnverbrauchernationen sind China, die USA, Japan und Deutschland.